Schwedenhäuser – entspannt Wohnen

20 April 2012 von admin Kommentieren »

Wer einmal im skandinavischen Raum Urlaub macht, kommt nicht umhin, die typischen Holzhäuser in allen Farben zu sehen. In Dänemark, Norwegen, Finnland und vor allem Schweden gehören diese Häuser einfach dazu und sind meist im typischen rot mit weißen Kontrasten zu sehen.
Komischerweise hat sich für diesen Haustyp der Begriff „Schwedenhaus“ gebildet, was die meisten aber nur auf die äußerliche Erscheinung beziehen.

Was macht ein Schwedenhaus aus?

Ein richtiges Schwedenhaus hat eben nicht nur eine rote Holzfassade, sondern bietet auch im Innenbereich gemütliches Wohnen. Dazu gehört natürlich ein Kamin oder Kaminofen (auch oft als „Schwedenofen“ bezeichnet), Holzfussboden und möglichst viele schwedische Kippfenster für helle Räume.

Auch aus dem skandinavischen Raum kommt die Idee, eine Abluftwärmepumpe mit kontrollierter Belüftung zu installieren. Natürlich ist in den nordischen Ländern der Strom durch die vorhandenen Wasserkraftwerke günstiger, aber im Zusammenspiel mit einer Flächenheizung (Fussboden- oder Wandheizung) und einem Kaminofen, der nicht nur für die Gemütlichkeit benutzt wird, kann man die Heizkosten in den Griff bekommen und hat stets ein gesundes und angenehmes Wohnklima. Und dafür baut man ja.

Abluftwärmepumpe – wie funktioniert das?

Damit die Abluftwärmepumpe (entzieht der Abluft Energie und steckt diese in den Heizkreislauf) nicht zu viel arbeiten muss, sind die Schwedenhäuser gut isolierte Fertigteilkonzepte mit Holzständerbauweise. Das ermöglicht zum einen Flexibilität und zum anderen muss keine „Speichermasse“ erwärmt werden, wie es bei massiv gebauten Häusern der Fall ist. Da nur die Luft im Haus erwärmt wird und diese durch die Wärmepumpe (die stets einen leichten Unterdruck im Haus erzeugt und somit kontrolliert die Außenluft ansaugt) auf dem Weg nach draußen die Energie wieder entzogen wird, kann man sehr effizient mit der Wärmenergie umgehen. Primärerzeugung der Energie (man muss ja nur die Differenz der Temperatur der Frischluft zur Wohnraumtemperatur erzeugen) findet bei einem Schwedenhaus mit diesem Heizungstyp durch die Sonneneinstrahlung (große Fenster mit Sprossen sehen gerade bei Schwedenhäusern gut aus), den Kamin oder im Notfall durch E-Heizstäbe in der Wärmepumpe statt.

Kann man auch anders heizen?

Natürlich kann auch Erdwärme oder eine klassische Gas-Brennwerttherme genutzt werden. Man verzichtet auf die kontrollierte Belüftung (kann man allerdings extra einbauen lassen) und es würde nicht dem „schwedischem Konzept“ entsprechen, trotzdem wird in Deutschland oft auf „klassischere“ Heizungsmethoden zurückgegriffen.

Warum dann noch ein Schwedenhaus?

Wer sich jedoch für ein Schwedenhaus entscheidet, tut dies auch oft durch eine Verbundenheit zu dem gemütlich-entspannten und offenen Lebensstil, den man den skandinavischen Ländern nachsagt.

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