Passivhaus

Passivhaus – Planung


Die intensive Planung eines Passivhauses ist unbedingt notwendig, da Passivhäuser aus ganz unterschiedlichen Konstruktionen, Grundrissen und Materialien bestehen können. Die Planung beginnt bereits damit, ob es sich um ein Ein- oder Mehrfamilienpassivhaus handeln soll. Die Planung muss dabei auch die zum Grundstück und auf die Umgebung abgestimmte Bauform beinhalten. Außerdem umfasst die Planung eines Passivhauses die Einarbeitung von speziellen Fenstern und Türen, die Gestaltung des Fundamentes und des Daches. In eine sogenannte Generalplanung integrieren der Bauherr oder der Architekt den Einsatz der entsprechenden Heiztechnik, die Dämmung, die Bauphysik und die Statik. Dem Bau voraus geht natürlich auch eine gewissenhafte Erstellung von Bodengutachten, welche für die Statik besonders wichtig sind.

Da es auch bei der Errichtung von einem Passivhaus um anfallende Kosten geht, sollte sich die Planung auch auf die finanzielle Seite beziehen und entsprechende Finanzierungspläne erstellt werden.
In der Regel werden für den reibungslosen Bau eines Passivhauses etwa fünf Monate veranschlagt. Dies ist immer abhängig von der Art des Hauses, dem zu erstellenden Rohbau, der Lüftungs- und Heizanlagen und er sanitären Einrichtungen. Die Errichtung eines Passivhauses beruht auf dem Gesamtkonzept, dass Wärmeverluste minimiert werden und die freie Wärmegewinnung durch separate aktive Heizsysteme erfolgen kann. In diesem Zusammenhang wird auf die Dämmung des Passivhauses beim Bau großer Wert gelegt. Außerdem steht beim Bau die Kompaktheit des Passivhauses im Vordergrund. Die Vermeidung von unerwünschten Wärmebrücken und eine kompakte Bauhülle sind dabei ganz wesentliche Faktoren.

Passivhaus bauen

Beim Bau des Passivhauses ist die Ausrichtung nach Süden besonders wichtig. Es sollen so wenig wie möglich schattige Breiche auftreten. Beim Einsatz von Türen und Fenstern werden Superverglasungen und extrem dichte Fensterrahmen verwendet. Ein relevanter Faktor für die Energiewirtschaftlichkeit stellt eine hohe Luftdichtigkeit des Passivhauses dar.

Vorteile des Passivhaus

Die Vorteile vom Passivhaus liegen zunächst in der hohen Einsparung von Heizkosten und im aktiven Umweltschutz im Zusammenhang mit der schädlichen CO2 – Emission. Durch die aktive Heizung im Passivhaus über Solaranlagen und Erdwärme sind die Mieter unabhängig von Preisschwankungen bei herkömmlichen Heizmaterialien. Dadurch entstehen auch geringere Nebenkosten.
Ein weiterer Vorzug ist die verlängerte Lebensdauer der Bauelemente durch einen spezifischen Luft- und Feuchtigkeitsschutz. Damit sinkt zudem das Risiko des Schimmelbefalls.

Die aufgebrachte Dämmung dient nicht nur zur Wärmedämmung sondern gleichzeitig als Schallschutz. Von besonderem Vorteil sind die immer warmen Wände, keine Entstehung von Zugluft und eine Einsparung von Baukosten, da keine Heizanlage errichtet werden muss. Ein Schornstein und eine Lagerungsmöglichkeit für Heizstoffe entfallen. Der Raum kann für andere Zwecke genutzt werden.
Durch die Ausführung des Baus wird ein starker Lichteinfall begünstigt, weniger Innenbeleuchtung ist notwendig.

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